Ja, es gibt sie wirklich, die Grundschulen, an denen wegen unbesetzter Planstellen Klassen zusammengelegt werden, damit die vorgeschriebene Verlässlichkeit eingehalten werden kann. Die Situation in den strukturschwachen Gebieten spitzt sich extrem zu. Ministerielle Ideen, wie diesem Problem begegnet werden soll, sind nicht zu hören.

Als Sofortmaßnahme sieht unser Verband zwei Möglichkeiten.

  • Die Verlässlichkeit muss an Schulen, an denen x % der zugeteilten Planstellen wegen Lehrermangel unbesetzt bleiben, sofort ausgesetzt werden.
  • Für Kreise, in denen x % der regulären Planstellen nicht zu besetzten sind, wird für die Bewerber ein finanzieller Anreiz geschaffen dort zu arbeiten.

Über das x würden wir gerne mit dem Ministerium diskutieren.

Endlich Würdigung ihrer verantwortlichen Tätigkeit

Bad Bramstedt. Auf der Vorstandssitzung des Schulleitungsverbandes Schleswig-Holstein (slvsh) am 21.März 2016 brach Jubel aus, als den Mitgliedern der Artikel der Kieler Nachrichten vom gleichen Tag zur Kenntnis gebracht wurde.

Der Plan des Bildungsministeriums, die Lehrkräfte an Grundschulen nach einer sonderpädagogischen Fortbildung nach A13 zu besolden fand volle Zustimmung, weil eine Anpassung der Besoldung der Funktionsträger (wie im Besoldungsgesetz für die Sekundarstufe I vorgesehen), für Schulleiterinnen und Schulleiter der Grundschulen mindestens eine Besoldung nach A14 ergeben muss.

Nach dem neuen Lehrkräftebildungsgesetz sind die Anforderungen und die Ausbildungslänge für alle Lehrämter identisch. Sie enthalten auch sonderpädagogische Inhalte. Die gleichermaßen ausgebildeten Lehrkräfte an Grundschulen erhalten aber nicht dasselbe Gehalt. Dies ist nach Auffassung des Schulleitungsverbandes ungerecht. Die geplante Maßnahme des Ministeriums könnte dazu dienen, diese Ungerechtigkeit zu beseitigen.